18. Juni 2019

1. Solarfärbung - Wolle mit Pflanzen und Sonne färben

Pflanzengefärbte Wolle hat eine ganz besondere Ausstrahlung und so schöne Farben, wie nur die Natur sie hervorbringen kann.
Bisher war mir der Färbevorgang zu aufwändig, bis ich auf das Thema der Solarfärbungen stieß.

Ich war mir unsicher, ob es klappt, also hatte ich für den Anfang 4 Gläser bestellt, Färbepflanzen beim Wollschaf und Wolle bei Schmusewolle. Alles wurde sehr schnell geliefert und die Gipfelstürmerwolle ist herrlich weich, so konnte ich am 23.5. die ersten Gläser füllen.
Von oben nach unten:
Glas 1: Unten Akkeleiblüten (aus dem Garten), oben Birkenblätter 50 gr.
Glas 2: Alkana 50 gr.
Glas 3: Krappwurzel 50 gr.
Glas 4: Heidekraut 50 gr.
Pro Glas gab ich 1 Eßl. Alaun ins Wasser und ich hatte die Wolle trocken eingefüllt.
Die Färbeflanzen füllte ich in Seidenstrümpfe, damit das auswaschen hinterher einfacher ist.

Gläser ab auf die Terrasse und die Sonne machen lassen. Einfacher gehts ja wirklich nicht.

Gleich schon an Tag 2 sah ich, dass sich bei Glas 2 rein gar nichts tat, also habe ich die Wolle kurz gespült und das Glas neu befüllt mit unten 50 gr. Krapp, oben 50 gr. Birkenblätter.

Schon nach einem Tag in der Sonne waren die Färbungen sehr gut zu sehen. 14 - 21 Tage soll man die Gläser in der Sonne stehen lassen für ein gutes Ergebnis. Geduld, Geduld, Geduld......


Am Tag 12 sahen die Gläser so aus und ich war einfach zu neugierig, ob die Wolle auch die Farbe angenommen hat, ob die Farbe hält und lichtecht ist und vor allem, wie aufwändig das auswaschen der Wolle ist.
Ich finde es ökologisch nicht sinnvoll für den Eigenbedarf wenig Wolle stundenlang in großen Töpfen zu kochen, daher war ich sehr gespannt, wie hoch der Wasserbedarf beim ausspülen der Wolle ist und ich war wirklich erstaunt. Nur eine Waschbeckenspülung (kleines Waschbecken) benötigte ich, um überschüssige Farbe auszuspülen, eine Waschbeckenspülung mit einem Schuss Essig, um die Farbe zu binden, kurz Essig ausgespült und einen weiteren Waschgang mit Haarshampoo (ich wasche meine Wolle grundsätzlich mit Haarshampoo). Das ganze ging richtig fix.

Und jetzt.......tadaaaaaaaa

 meine erste selbstgefärbte Wolle nach dem trocknen
Die Farben sind traumhaft schön und obwohl gelb nicht meine Lieblingsfarbe ist, liebe ich dieses satte gelb der Pflanzen.

Fazit: Solarfärbung ist großartig!!! Mit fast keinem Aufwand (lass die Sonne mal machen) und viel Natur lässt sich wunderschöne Wolle färben, die nicht erst im Winter die Herzen erfreut.


Ein Lehrgeld musste ich zahlen, denn ich hatte beim ausspülen nicht aufgepasst und hatte Wollesalat. Zum Glück ließ sie sich doch noch einigermaßen gut spulen und ist bereits angestrickt.

Ganz besonders freue ich mich über die leicht grünlichen Schattierungen, denn die hat die Akkelei aus meinem Garten erzeugt. Wie schön ist das denn?

Das Bienenwabenmuster für Handstulpen oder den Sockenschaft:
60 M anschlagen
1.-3. Runde alle M li
4.-9. Runde: *4 M re, 2 Hebemaschen* (von * bis * wiederholen)
10.-11. Runde: alle M li
12.-17. Runde: 1 M re, *2 Hebemaschen, 4 M re* (von * bis * wiederholen), am Rundenende 3 M re
18.-19. Runde: alle M li
Runde 4 - 19 wiederholen bis die gewünschte Länge erreicht ist




1. Mai 2019

handgewebte Geschirrhandtücher

Im Januar bereits hatte ich eine weitere Geschirrhandtuchkette abgewebt. Entstanden sind 6 Handtücher mit verschiedenen Pinwheelmustern.

schwarz mit blau, türkis und grün




Natürlich auch diesmal wieder mit eigens dafür handgewebten Bändern als Aufhänger:)

29. April 2019

Keltisches Zopfmuster - Rolags - Anfang einer Strickjacke - Einzugshaken mit Glasperle

Ach herrje, ist es tatsächlich schon soooo lange her, dass ich meinen Blog gefüttert hatte?
So viele schöne Arbeiten sind in der Zwischenzeit entstanden, darum jetzt mal der Reihe nach:
Im Winter noch (zu Weihnachten:) hatte ich mir ein Kardierbrett von Ashford gewünscht, um selber Fasern mischen zu können und daraus Garn zu spinnen.

Meine ersten Rolags sind entstanden aus ca. 30 % Maulbeerseide/ca. 50 % Merinowolle, ein bischen Angelina für einen Glitzereffekt und ca. 20 % Alpaca....


Die ersten 200 Gramm sind versponnen und verzwirnt.....

100 Gramm Garn haben eine Lauflänge von ca. 420 Metern
 .....jetzt stricke und spinne ich im Wechsel. Die beiden Ärmel sind schon fertig. Es soll eine Jacke werden. Zur Zeit arbeite ich am Bündchen für Rücken- und Vorderteile. Das dauert etwas länger mit dem aufwändigen Zopfmuster und Nadelstärke 3.




Ich habe mich in das keltische Zopfmuster verliebt, das ich zuerst an 2 Paar Handstulpen ausprobiert hatte.




Wie so oft, versuche ich meine Hobbys zu verbinden. Also habe ich den Einzugshaken meines "Spinnrades" (es ist ein e-spinner) mit einer schönen Glasperle versehen.



Das Foto mit dem Einzugshaken am Spinner muss ich noch nachholen. Es sieht auf jeden Fall sehr hübsch aus finde ich.