29. August 2015

Hilfe! Bitte unterstützt PETA und helft den armen Merinoschafen

Ich stricke seit meinem 16. Lebensjahr, ich bin ein Wollhamster und ich liebe Schafe.
Was ich jedoch leider erst seit letzter Woche weiß ist, dass immer mehr Merinoschafe in Massentierhaltung gehalten werden unter den grausamsten Bedingungen, die man sich vorstellen kann, weil wir nur noch weiche Wolle verarbeiten möchten und in der Kleidung tragen möchten. Und nicht nur das. Ich bin auf einen Artikel der Tierschutzorganisation PETA aufmerksam geworden in der geschrieben wird:

"Australien ist der weltweit führende Wollexporteur. Jahr für Jahr werden unzählige Schafe zur Produktion von Millionen Kilo Rohwolle eingesetzt...."

Nicht nur das Mulesing ist ganz besonders grausam, sondern die gesamten Lebensbedingungen der Merinoschafe. Und ich in meiner naiven Art dachte, hier in Deutschland leben die Schafe, die für unsere Wolle sorgen. Leider nicht, denn auch in der Wollproduktion geht es um Profit, um Masse und um Preisdumping. Ich hätte es eher wissen müssen und eine Bekannte meinte, die Engländer hätten dafür einen passenden Spruch "if you don´t pay for it, somebody else has to pay for", in diesem Falle zahlen die Schafe.

Ich bin so sehr geschockt, seit dem ich das erfahren habe, dass ich völlig neben mir stehe und eigentlich nur noch heulen könnte. Die armen armen süßen Schafe.
Besonders betroffen macht es mich, dass ich vor kurzem gerade noch so viele Merinofilzketten gekauft hatte und sie auch kräftig beworben hatte, weil sie so schön sind und so wunderbar zu unseren Perlen passen, pfui Teufel, ich verabscheue mich dafür sehr und ich bin untröstlich.

Natürlich kenne ich die Argumente der Leute, die es nicht wahrhaben wollen "ach, dass wird bestimmt nur hochgeschaukelt, in Wirklichkeit betrifft es bestimmt nur ein paar Schafe und einen einzelnen Farmer" oder "geschlachtet werden die Schafe nur wegen der Felle oder wegen des Fleisches" oder "ach, das betrifft nur die Schafe in Australien" oder oder oder ....

Dem ist leider nicht so und wer wirklich hinter die Kulissen schaut, dem kann nur schlecht werden bei der grausamen Wahrheit.
Laut Recherchen von PETA  ergeht es den Schafen in Deutschland nicht viel besser.

Meine Meinung:
Solange auch nur ein einziges Schaf für meinen Wollkonsum leiden muss, werde ich keine Wolle mehr verarbeiten!

Ich bin im Moment am recherchieren woher die Holst Wolle kommt, also wo genau das Schaf steht und unter welchen Bedingungen es gehalten wird, ich habe bisher leider noch nichts herausgefunden. Oder aber ob die Shetlandwolle von Jamiesons eine Alternative darstellt zum verstricken.

Über das Mulesing habe ich bei PETA gelesen:
"Die in Australien am häufigsten gezüchtete Rasse sind die Merinos, die darauf gezüchtet wurden, faltige Haut zu bekommen, damit die Wollausbeute pro Tier noch größer ist. Diese unnatürliche Übermenge an Wolle führt dazu, dass viele Schafe in den heißen Monaten unter der Hitze kollabieren und an Hitzschlag sterben. Außerdem sammeln sich in den Falten Feuchtigkeit und Urin. Von der Feuchtigkeit angezogen, legen Fliegen ihre Eier in den Hautfalten ab, und die ausgeschlüpften Larven können die Schafe bei lebendigem Leibe auffressen. In dem Versuch, diesen „Fliegenbefall“ zu verhindern, nehmen die australischen Rancher einen barbarischen Eingriff an den Tieren vor – das „mulesing“; dazu werden die lebenden Schafe unter Gewaltanwendung auf den Rücken geworfen und ihre Beine zwischen Metallstäben fixiert. Dann schneidet man ihnen – ohne jedes Schmerzmittel – Essteller große Fleischstücke vom Bereich rund um ihren Schwanz weg. Man will so erreichen, dass sich eine glatte, vernarbte Fläche bildet, die keine Angriffsfläche mehr für Fliegeneier bietet. Ironischerweise aber werden gerade diese großflächigen blutigen Wunden häufig von Fliegen befallen, noch bevor sie abheilen können."



28. August 2015

neue Schmucknadeln

Ich habe neue Perlen für neue Schmucknadeln geperlt und diesmal war mir überwiegend romantisch zumute:)

















25. August 2015

Tiffany Gartendeko aus Glasnuggets

Vorgestern hatte ich den ganzen Nachmittag auf der Terasse gelötet und eine neue Dekokugel für den Garten und Schmetterlingsstecker sind entstanden.


Das Wetter war perfekt dafür, warm, sonnig und etwas windig, denn die Lötdämpfe, die entstehen, sind bleihaltig und gesundheitlich nicht unbedenklich.

24. August 2015

erste Webergebnisse

Weiter ging es bei mir mit weben in der Museumswebstube am 1.+2. August am Lervad Tischwebstuhl mit 4 Schäften. Diesmal war eine Wollkette aufgezogen und ich habe meine Alpaca Wolle verwebt.

Spitzköper

Am 15.+16. August durfte ich meine fertigen Webstücke mit nach Hause nehmen und ich habe eine wunderschöne kuschelige Stola (ca. 2,00 x 0,60 m) erhalten und mit Fransen versehen.

Die Fransen mit der Hand zu drehen ist sehr mühsam, daher hatte ich mir hilfsweise für 10 € einen kleinen Haartwister (eigentlich, um Zöpfe zu drehen) gekauft.




kleiner Tischläufer für das Flurschränkchen

3 Spültücher

Zu Hause hatte ich auf meinem Hula Hoop Reifen eine Kette gespannt und wollte darauf einen Flickenteppich weben. Ein spannender Versuch, der leider gescheitert ist. Zuerst musste ich die Kette wieder auftrennen, weil ich zu dicht gewickelt hatte. Als nächste Hürde kam dann  hinzu, dass die Kettfäden natürlich mit zunehmenden Webrunden immer straffer werden. Die Stoffstreifen, die ich für den Schuss verwendet hatte, waren demnach zu dünn.
Wenn ich es endlich geschafft habe, die Fäden zu vernähen, ist eine weiche Sitzauflage für meinen Hocker entstanden.


Die Hauptaufgabe beim weben ist es, die Kette zu planen und danach zu schären und auf den Webstuhl zu bringen und da ich plane, mir einen eigenen kleinen Tischwebstuhl für zu Hause anzuschaffen, war ich froh, dass ich beim letzten Webwochenende der Webmeisterin behilflich sein durfte, eine neue Kette auf den Bauernwebstuhl zu bringen.
Die Kette war schon fertig geschärt, hatte eine Länge von 30 Metern und 600! Fäden auf 50 cm Breite. Alle Weberinnen, die anwesend waren, haben mitgeholfen. Was für ein Akt, kann ich euch sagen, aber für mich war es sehr spannend und hilfreich.